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Hier die aktuelle Version
Artikel 2:
Kampfrichter müssen Hosen in angemessenen mittleren oder hellen Grautönen
tragen.
Das Tragen von sichtbarem Schmuck, Uhren etc. ist für Kampfrichter nicht
gestattet.
Bänder, Perlen und anderer Kopfschmuck sind für die Teilnehmer verboten.
Ein einfaches Gummiband oder Haargummis sind erlaubt.
Kadetten müssen die neue WKF Gesichtsmaske und den Körperprotektor
tragen. (nur EKF/WKF)
Artikel 5 Kampfdauer:
Ein Kumitekampf dauert drei Minuten für die Leistungsklasse (Senioren)
der Männer (Team und Einzel). Finalkämpfe und Kämpfe um Platz 3 im
Einzel dauern vier Minuten.
Für die Leistungsklasse (Senioren) der Frauen (Team und Einzel) ist die
Kampfzeit zwei Minuten. Finalkämpfe und Kämpfe um
Platz 3 im Einzel dauern drei Minuten.
Für die Kadetten- und Juniorenkämpfe ist die Kampfzeit zwei
Minuten.
Das Atoshibaraku beginnt mit 10 Sekunden (auch
im Sai Shiai) vor dem Ende der regulären Kampfzeit.
Artikel 6 Punkte:
Das Punktesystem wird wie folgt vereinfacht:
Sanbon wird vergeben für Jodan Fußstöße und jegliche Punktetechniken, die
an einem geworfenen oder selbst gefallenen Gegner ausgeübt
werden.
Nihon wird nur noch für Chudan Fußstöße vergeben.
Ippon wird vergeben für Chudan oder Jodan Tsuki und Uchi.
Für Kadetten und Junioren ist keine Jodan Berührung
durch Fausttechniken (bei EKF/WKF einschließlich
der Gesichtsmaske bei) erlaubt. Bei jeder Jodan
Fausttechnik, die den Kopf/Gesicht/Hals berührt, muss verwarnt oder bestraft
werden.
Nur bei Jodan Geri ist eine leichte Berührung (Hautberührung) gestattet.
Der Abstand beim Punkten vergrößert sich bis auf
zehn Zentimeter vorm Gesicht, Kopf oder Hals.
(Bei über 18-jährigen bleibt die Distanz bei fünf
Zentimetern).
Artikel 7 Entscheidungskriterien:
Encho Sen wird von Sai Shiai abgelöst.
Sai Shiai ist ein völlig neuer Kampf mit
einer Dauer von einer Minute. Alle vorherigen Punkte und Strafen werden von
der Punktetafel gelöscht. Die höchste Punktezahl gewinnt oder die
Entscheidung wird durch Hantei getroffen.
Artikel 8 (und Anhang 3) verbotenes Verhalten:
Übertreibungen bei Verletzungen werden direkt mit einem Keikoku
bestraft und mit einem Ippon für
den Gegner (Chukoku entfällt), schwerere Fälle können
direkt einen Hansoku Chui oder ein Hansoku bewirken. Es ist wichtig den
Unterschied zwischen einer übertriebenen Härte bei Berührungen und
Verletzungen und einer nur vorge- täuschten Verletzung zu kennen, die mit
einem Shikkaku geahndet werden sollte. Kategorie 2
Gefährliche Würfe: Es ist insbesondere verboten den Gegner unter der
Gürtellinie zu fassen, oder ihm die Füße wegzuziehen. Alle Vergehen beim
Wurf, egal ob sie zu einer Verletzung führen oder nicht, werden unter der
Kategorie 1 geahndet.
Sollte ein Kämpfer wegen Mubobi verwarnt/bestraft werden, so kann
nicht gleichzeitig der Gegner wegen Kontakt verwarnt/bestraft werden.
Kampfverweigerung bezieht sich auf alle Situationen, in denen ein Kämpfer
versucht so viel Zeit zu schinden, dass der Gegner keine Gelegenheit hat die
Punkte auszugleichen. Kategorie 2
2
Artikel 10 Verletzungen und Unfälle während der Kämpfe
In allen Fällen, in denen die zehn Sekunden Uhr (10 Sekundenregel)
gestartet wurde, muss der Karateka vom Arzt untersucht werden.
Im Fall einer leichten oder keiner Verletzung werden die angemessenen
Strafen verhängt.
Artikel 12 und Anhang 3:
Dem Hauptkampfrichter ist es nicht länger
gestattet, die Seitenkampfrichter zu einer Überprüfung aufzufordern. Wenn
der Kampfrichter „Yame" ruft, werden die Seitenkampfrichter die Fahnen
senken und warten bis der Hauptkampfrichter wieder auf
seinem Platz steht. Der Hauptkampfrichter nimmt nachdem er Yame
signalisiert/verkündet hat seine Arme herunter, geht auf seinen Platz zurück
und wird dann seine Gründe für die Kampfunterbrechung signalisieren.
Die Seitenkampfrichter werden ihrerseits ihre endgültigen Meinungen bzw.
Entscheidungen per Flagge signalisieren.
Der Kampfrichter wird dann die Mehrheitsentscheidung anzeigen.
Das Flaggensignal Mienai entfällt. Die SKR halten ihre
Flaggen in der Ursprungsposition wenn sie „Nichts" gesehen haben.
Zeigen drei Seitenkampfrichter (SKR) (Nichts) (s.o.), kann der
Hauptkampfrichter (HKR) jede Wertung geben. (Die Technik/Kontakt etc. konnte
nur vom HKR gesehen werden und er ist sich absolut sicher!)
In allen anderen Situationen braucht der HKR mindestens die
Unterstützung eines SKR.
(Wenn ein SKR eine Wertung für Aka anzeigt und zwei SKR „Nichts"
anzeigen, kann der HKR nicht gegen den SKR stimmen und Ao die Wertung geben)
Zeigen zwei SKR Aka und ein SKR AO, kann der HKR AO die Wertung geben. Er
hat die Unter- stützung eines SKR und hat in diesem Fall die Majorität.
Die erlaubte Zeit, um einen Wurf oder eine Technik nach dem Fassen oder
Umklammern zu anzubringen, wird auf zwei Sekunden
reduziert.
Das provozierende Brust an Brust stehen, ohne den Versuch innerhalb von
zwei Sekunden eine Technik zu machen, wird mit Kategorie 2
geahndet.
KATA
Es werden fünf Kampfrichter eingesetzt.
Im Teamwettkampf wird sowohl im Finale als auch im Kampf um Platz
3 Bunkai ausgeführt.
Beim Hantei lässt der Hauptrichter das Schiedsgremium die Flaggen
mindestens fünf Sekunden erhoben halten.
R. Lowinger
DKV-Bundeskampfrichterreferent
07.02.2009 |